Behandlungsmöglichkeiten bei einem Bandscheibenvorfall

Ein Bandscheibenvorfall ist meist eine schlagartig auftretende, ziemlich schmerzhafte Erkrankung, die mit Rückenschmerzen, zum Teil auch mit Sensibilitätsstörungen und Lähmungen verbunden ist. Ursachen dafür gibt es viele. Wenn ein Bandscheibenvorfall vom Mediziner diagnostiziert wurde, müssen unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten in Erwägung gezogen werden.

Der betroffene Patient sollte sich auf Bettruhe in flacher Rückenlage oder in einem Stufenbett einstellen. Zur Entspannung der Muskeln sind Wärmeanwendungen, wie: Fango besonders empfehlenswert. Medikamentös werden Schmerzmittel, wie: Diclofenac oder notaben muskelentspannende Präparate, wie: Tetrazepam gegeben. Nach Abklingen der akuten Beschwerden ist Krankengymnastik angesagt, um die Rückenmuskulatur wieder zu stabilisieren und zu kräftigen und die Wirbelsäule zu entlasten. Eine begleitende oder anschließende Psychotherapie kann die Rückenproblematik ebenfalls bessern.

Wenn die Erkrankung zu fortgeschritten ist…

Bei fortschreitenden Lähmungserscheinungen und Blasenentleerungsstörungen ist eine schnelle Operation an der Bandscheibe erforderlich, um bleibende Schäden zu verhindern. Sie wird teilweise bei anhaltenden Empfindungsstörungen der Haut und bei über mehrere Wochen bestehenden Schmerzen durchgeführt. Bei der offenen Nukleotomie werden zuerst die Bänder, welche die Wirbelkörper umgeben, durchtrennt, dann wird in der Regel ein Teil des Wirbelbogens entfernt. In diesem Fall spricht man von einer Hemilaminektomie. Anschließend kann der Gallertkern entfernt werden. Dieses Verfahren wird angewandt, wenn der Gallertkern in mehrere Teile zerfallen ist. Die perkutane Nukleotomie wird angewandt, wenn es sich um einen Bandscheibenvorfall im Bereich der Lendenwirbelsäule mit einer einfachen Verwölbung des Gallertkerns handelt. Hierbei wird der Gallertkern mithilfe einer durch die Haut eingeführten Sonde entfernt.