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François Boucher (1703-1770)

François Boucher war einer der bedeutendsten Maler des französischen Rokoko. Er wurde als Sohn des Malers Nicolas Boucher geboren und studierte ab 1720 bei François Lemoyne. Bereits 1723 gewann er einen Preis der königlichen Akademie, der mit einem längeren Stipendium in Rom verbunden war. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich hatte er mit seinen mythisch-erotischen Allegorien bald großen Erfolg. Er wurde an der königlichen Akademie aufgenommen und zum Günstling der Madame de Pompadour.

Trotz seines großen Erfolges als Maler, dekorierte er auch öffentliche Gebäude, entwarf Tapisserien und Porzellan und kümmerte sich um die massenhafte Reproduktion seiner bekannten Gemälde in Form von Faksimiles.

Obwohl Boucher eigentlich keine "echten" Historienbilder malte, war er dennoch typisch und in vielem vorbildlich für die Art Geschichte im Rokoko darzustellen. Geschichte ist bei ihm vor allem eine erotisch-exotische Dekoration von Gegenwärtigem. Da er sich dabei von Realitäten nicht behindern lassen möchte, wich er gekonnt in mythische Gefilde aus.

Mit diesem süßen Kitsch hat sich Boucher dann natürlich den Zorn der Klassizisten zugezogen. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass Künstler des späten 19. Jahrhunderts wie Lawrence Alma-Tadema, William-Adolphe Bouguereau oder John William Godward, die offiziell zwar meistens als Klassizisten geführt werden, ihm stilistisch und thematisch weit mehr verdanken als der echten Klassik.




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